Skylock (Lattis) Hightech-Fahrradschloss

Bluetooth, Wlan, Beschleunigungssensor, Solarzelle, inklusive App: Das ganze klingt eher nach einem Handy, als an ein Fahrradschloss. So oder so ähnlich sieht die Zukunft aus – jedenfalls in den Augen einiger ehemaliger Boeing- und Jawbone-Ingenieuren.

Ein Bügelschloss der Extraklasse, bespickt mit jeder Menge Technik, aber laut angaben der Hersteller genauso sicher wie andere Bügelschlösser.

Dazu muss man aber gleich sagen, dieses Fahrradschloss gibt es noch nicht, sondern es wird sich derzeit gerade mal um die Finanzierung per Crowdfunding gekümmert. Denn immerhin müssen mindestens 50.000 Dollar zusammenkommen. Geplant ist jedoch, dass das Schloss an Weihnachten 2014  ausgeliefert wird.

Funktionen

Elektronik braucht auch Strom, und diesen bezieht das Fahrradschloss aus dem eingebauten Akku. Dieser lässt sich zum einem über einen Micro-USB Anschluss laden, zum anderen über das Solarpanel.

Laut Angaben von Velo Labs reicht aber bereits eine Stunde in der Sonne, um das Schloss eine ganze Woche mit Strom zu versorgen. Voll geladen hält der Akku einen Monat.

Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass ein so kleines Solarpanel so viel Leistung bringt, ich würde hier in jedem Fall das regelmäßige Aufladen über den USB Port vorziehen.

Alternativ könnte man sich auch eine kleine Zusatzhalterung für eine Powerbank basteln über die man dann den Akku während der Fahrt auflädt.

Benachrichtigung

Man erhält eine Nachricht aufs Smartphone, wenn sich jemand am Schloss zu schaffen macht (sofern eine W-Lan verbindung besteht). Das bedeutet: Diese Funktion greift nur, wenn das Schloss auch mit dem Netzwerk verbunden ist. Stellt man das Fahrrad in der Stadt ab, müsste man also erstmal schauen, ob es in der Nähe einen offenen Hotspot gibt.

Fernsteuerung

Über die spezielle App für das Smartphone kann das Schloss manuell oder automatisch geöffnet werden. Diese App soll es auch ermöglichen, dass Fahrrad mit anderen zu teilen. Sogar ein kostenpflichtiger Verleih soll möglich sein

Accelerometer- der Beschleunigungssensor.

Dieser Sensor arbeitet einmal als Diebstahlschutz aber auch als nützliche Hilfe bei einem Unfall. Der Sensor registriert einen abrupten Abbruch der fahrt, und fragt dann über das Smartphone ob alles ok ist.

Wenn man diese Anfrage nicht innerhalb einer bestimmten Zeit beantwortet wird automatisch ein Notruf abgesetzt.

Naja vermutlich wird der Notruf dann über das Smartphone direkt abgesetzt, fragt sich nur wie viele Fehlalarme damit produziert werden. Gerade im Stadtverkehr kommt es oft vor, dass man plötzlich bremsen muss.

Wenn hier der Sensor zu früh anschlägt und man die Anfrage nicht mitbekommt und darum nicht reagiert…

Kostenpunkt: in der Vorbestellung kann man das Schloß für 159 Dollar sichern und würde es dann wahrscheinlich zu Weihnachten 2014 erhalten. Ohne Vorbestellung soll es 249 Dollar kosten.

Ich persönlich würde dafür sicher kein Geld ausgeben. Anstelle eines Schlosses, bei dem der Zylinder mit anfälliger Technik vollgestopft ist, würde ich mich lieber mehr Geld für einen massiven und sicheren Zylinder entscheiden

Update 29.11.2016

Das Schloss ist mittlerweile unter der Marke „Lattis“ (das Unternehmen hat sich umbenannt) erhältlich.