Sicher Fahrradfahren bei Nacht

sicher fahrradfahren-bei-nachtLeicht verregnetes Wetter, nicht wirklich helle Straßenbeleuchtung und dazu noch Gegenverkehr. Als Autofahrer sieht man zwar die Straße und auch Fahrzeuge die beleuchtet sind, aber immer wieder passiert es, dass plötzlich am Fahrbahnrand ein Radfahrer oder Fußgänger aus dem nichts erscheint.

Selbst wenn man sich als Autofahrer an die StVO hält oder sogar bei schlechten Wetter noch etwas langsamer fährt, passiert sowas immer wieder.

Darum ist es besonders für Radfahrer wichtig, darauf zu achten, dass man im Verkehr gut sichtbar ist.
Aber die normale Fahrradbeleuchtung, so wie sie Vorgeschrieben ist, reicht leider nicht immer aus.

Ein kleines Licht am Schutzblech hinten und ein Reflektor ist meist zu schwach, um bei schlechtem Wetter von einem Autofahrer frühzeitig erkannt zu werden.

Rüsten Sie sich und Ihr Fahrrad auf und verwandeln es in einer Leuchtbake. Denn je früher ein Radfahrer gesehen wird, desto sicherer fährt er.

Gerade in der dunklen Jahreszeit reicht die normale Beleuchtung nicht immer aus, und durch Regen, Gegenverkehr und schlechtem Licht „verschwinden“ Radfahrer und Fußgänger in der Dunkelheit.

Dem kann man mit relativ einfachen Mitteln entgegenwirken.

  • Fahrradbeleuchtung regelmäßig auf Funktion prüfen.
  • Rückstrahler und Reflektoren sauber halten
  • Helle Kleidung tragen (besonders im Dunkeln)

Aber man kann noch mehr tun und das sogar für ganz wenig Geld. An fast jeder Tankstelle bekommt man Warnwesten für ein paar Euro. Diese sind extrem leicht und dünn, und können problemlos über eine dicke Winterjacke gezogen werden. Damit ist man selbst bei schlechtem Wetter noch aus der Ferne erkennbar.
Viele machen sowas aber nicht, weil es vielleicht einfach zu blöd aussieht, was ich verstehen kann.  Es geht natürlich auch eleganter.

Es gibt viele sogenannte 1 Euro Läden wo man fündig wird. Dort bekommt man jede Menge unsinniger Sachen, findet aber oft auch was brauchbares. Ich habe dort schon sehr oft Reflektorstreifen und Bänder gefunden, die ein guter Ersatz für Warnwesten sind.

Diese Reflektorstreifen gibt es in verschiedenen Größen und lassen sich auch leicht auf eine bestimmte Form zuschneiden. Sie besitzen oft schon eine Klebefläche, sodass man sie nur Abziehen und Aufkleben muss. Ein oder zwei dieser Streifen auf die Rückseite des Fahrradhelms geklebt oder auch ein Stück auf das Schutzblech bewirken schon viel.

Was man in diesen Läden auch fast immer findet, sind LED Lampen. Solche Lampen verbrauchen relativ wenig Strom, sind aber trotzdem sehr hell. Betrieben werden sie meist mit kleinen Mirco (AAA) oder Mignon(AA) Batterien, die je nach Nutzungsdauer teilweise mehrere Wochen lang halten. Hier empfehle ich die Verwendung von entsprechenden Akkus.

Diese LED Lampen gibt es auch mit eingebauten Solarzellen, doch davon würde ich aber abraten. Denn Solarlampen dieser Preisklasse, wie man sie in den 1Euro läden findet, sind meist von schlechter Qualität und die Leistung der Zellen ist zu gering.

Eine kleine zusätzliche LED Lampe kann schon viel bewirken, dabei ist es egal, ob sie ein dauerhaftes oder ein blinkendes Lich besitzt. Diese ine Lampen werden einfach an den Rucksack, Helm oder Kragen geklemmt.

Man kann LED Lampen auch mit Reflektoren Kombinieren. Oftmals findet man Reflektorstreifen, die einen Klettverschluss besitzen in verschiedenen Längen.

Einfach einen solchen Streifen um jedes Hosenbein, oder einen längeren kann man auch als Gürtel nutzen, und daran klemmt man zusätzliche LEDs.

Es mag zwar vielleicht alles albern aussehen, aber das sollte man ignorieren. Denn wird man von einem Autofahrer nicht oder zu spät gesehen und erfasst, sieht man hinterher im Gips oder gar Rollstuhl erst richtig albern aus!