Fahrradklau in Hamburg

fahrradklau-in-hamburgZum einem bereichtet das Hamburger Abendblatt von einem kleinen Erfolg der Polizei, welcher es gelungen ist, in dieser Woche 10 mutmaßliche Fahrraddiebe festzunehmen. Zum anderen wird diese Erfolgsmeldung auch gleich mit anderen Zahlen nach untentgezogen. Aber wie sieht es wirklich aus?

Bei den Festgenommen fand man auch eine Akku betriebene Flex und weitere Werkzeuge. Solche Meldungen gibt es immer wieder mal. Immer, wenn an bestimmten Orten die Fahrraddiebstähle zunehmen, oder eine gewisse Regelmäßigkeit zu erkennen ist, legt die Polizei auch schon mal Köder aus oder nimmt sich der Sache mit Hilfe von Zivilfahndern an. Aber leider ist das viel zu selten der Fall. Und das, obwohl pro Tag rund 42 Fahrräder in Hamburg gestohlen werden!

Ein Fahrrad kostest zwischen 300 und 1500,- €, gehen wir nur mal von einem Durchschnittswert von 500,- € aus, erhalten wir eine Summe von täglich 21.000,- €. Ein Fahrraddieb muss sich dabei noch nicht mal viele Sorgen um seinen „Beruf“ machen. Jedenfalls nicht in Hamburg oder in Berlin, wo die Aufklärungsquote mit 4% weit unter dem Bundesweiten Durchschnitt von derzeit 9,6% liegt.

Hier wäre auch eine Zentrale Meldestelle ein guter Ansatzpunkt, zudem sollte es eine einheitliche Kennzeichnungmöglichkeit geben. Hier könnte man schon die Hersteller in die Pflicht nehmen und dafür sorgen, dass jedes Rad eine Identifikations-Nummer bekommt, welche der Händler zusammen mit den Käuferdaten in einer Zentralen Datenbank ablegt.

Dazu könnte es dann die Möglichkeit geben, über die Polizei oder auch über den Händler den Diebstahl des eigenen Rads in der Datenbank zu markieren. Jeder, der ein gebrauchtet Rad kaufen möchte, kann sich dann in dieser Datenbank vergewissern, dass das Rad auch kein Diebesgut ist. Natürlich müssten auch sichere Möglichkeiten geschaffen werden, dies es ermöglichen, einen neuen Besitzer einzutragen.

Jedes Auto besitzt mehrere eindeutige Bezeichnungen und Codierungen und jedes Netzwerkfähige Gerät hat eine eindeutige Mac Adresse. Warum kann nicht auch jedes Fahrrad eine ähnliche deutliche eindeutige Nummer besitzen?

Aber die Frage dabei ist: Wer soll das bezahlen? Und bis diese Frage geklärt ist, ist jeder selber für die Sicherheit seines Drahtesels verantwortlich (zusammen einer großen Portion Glück).